Parodontologie


Befasst sich mit Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Zahnfleisch, Wurzelhaut, Wurzelzement und zahntragender Kieferknochen).

Was sind Parodontitis und Gingivitis?

Als Parodontitis wird die chronische Infektion des Zahnbettes mit Knochenabbau bezeichnet. Sie entwickelt sich immer aus einer chronischen Zahnfleischentzündung (Gingivitis).

Sind solche Erkrankungen häufig?

Entzündungen des Zahnfleisches und der darunter liegenden Strukturen gehören zu den häufigsten Krankheiten des Menschen. Ca. 90 % der 20-jährigen Schweizer haben eine Zahnfleischentzündung. Bei den über 40-jährigen Schweizern ist die Parodontitis die häufigste Ursache für den Zahnverlust! 

Beschriebene chronische Entzündungen können sogar zu einer allgemeinen Schädigung von Blutgefässen führen! Betroffene Patienten leiden wesentlich häufiger unter Herz- und Kreislauferkrankungen als Menschen mit gesundem Zahnhalteapparat. Das Herzinfarkt- und Hirnschlagrisiko ist vier- bis sechsfach erhöht. Schwangere haben häufiger Komplikationen. Es geht also nicht alleine um die Erhaltung der Zähne, sondern auch um allgemeinmedizinische Anliegen.

Parodontaltherapie  
  • Verbesserung der Reinigungseffizienz für den Patienten durch den Zahnarzt
  • Entfernung der die Entzündung verursachenden Reize
  • Erlernung der Erkennung und Verhinderung von Entzündungen
  • Diverse chirurgische Operationstechniken, um schonend Restprobleme zu eliminieren
  • Organisierte Nachkontrollen, Pflegesitzungen (Recall), um Behandlungserfolg dauerhaft zu sichern